Sie sind süss, sie sind stylish, sie sind alle Must Haves: Die allsaisonal wechselnden Kinderkollektionen unserer liebsten Kidsbrands. Da passt es doch super, dass die Minis so schnell wachsen und alle paar Wochen neue Kleidung benötigen. Der perfekte Grund also, in rhythmischen Abständen die Kreditkarte zum rauchen zu bringen oder? Aber zu welchem Preis?

Erst neulich habe ich wieder einen ganzen Berg an Kinderkleidung in sorgfältig aufgebauten IKEA-Kisten verstaut. Eins, zwei, drei… huch, schon vier volle Kisten – dabei ist unsere Perle erst neun Monate alt! Okay, die ganzen Schlafsäcke, Winteroveralls und Mucki-Säcke füllen alleine schon eine ganze Kiste und die anderen drei stehen für jedes bisherige Trimester: 1-3, 4-6 und 7-9 Monate. Trotzdem, so viele Kleider in so kurzer Zeit? Das übertrifft selbst mein eigenes Modearsenal. Und jetzt der Clou: Ich habe im Babyschrank Platz gemacht, weil… richtig: Unsere Perle schiesst gegen die Decke wie die Pilze aus dem Boden und braucht neue Kleidung. Dafür brauchen wir Platz. Ich fange dann schon mal an, die Kiste 10-12 Monate zu beschriften.

Jetzt zurück zum Preis. Selbstverständlich kleide auch ich gerne meine Perle süss und stylish ein. Das darf gut und gerne auch mal etwas kosten. In der Regel führen wir jedoch nur die simplen Basic-Sachen wie Bodys, Hosen, etc. im Baby-Fittingroom. Das schnelle Wachstum unserer Perle macht unserer Haushaltskasse aber trotzdem den Garaus. Bei der Frage, was denn dieser ganze Babymode-Spass überhaupt kostet gibt es nur eine Antwort: eine Menge! Unsere Haftpflichtversicherung muss definitiv angepasst werden. Aber die ganzen Kleider kommen ja vielleicht eines Tages nochmals zum Einsatz, wer weiss. Was aber tun, wenn man keine Verwendung mehr für sie hat? Und kann man schöne Kindermode auch günstig, aber trotzdem naturschonend einkaufen? Da habe ich einen tollen Tipp für euch:

DARF ICH VORSTELLEN: KIDIS.CH

Erst kürzlich stiess ich beim Online-Shoppen für unsere Perle über die Website kidis.ch und hielt sofort inne. Ein Schweizer Online-Shop, der Second-Hand- aber auch Neu-Ware für Kinder anbietet. Unter dem Motto „Schenk der Kindermode ein zweites Leben“ verfolgt das Unternehmen das Ziel, aussortierte Kinderkleidung aus allen Haushalten weiter zu verkaufen und somit Naturressourcen zu schonen. Dabei ist die Qualitätskontrolle der angelieferten Ware das A und O für das Unternehmen.

Nach dem Prinzip „Einsenden – Geld erhalten – Sorgen weg“ funktioniert kidis.ch wie ein virtueller Marktplatz für alle Mamas und Papas, die überschüssige und platzraubende Baby- und Kinderkleider mit wenig Aufwand zu Geld machen und so ihre Haushaltskasse aufpeppen möchten. Auf der anderen Seite gibt es Leute wie ich, die auf der Suche nach „neuen“ Kleidern sind, aber kein Vermögen ausgeben möchten, da sie nach ein bis zwei Monaten ohnehin wieder zu klein für unsere Perle sind. Ganz nebenbei: Im Sortiment finden sich beim näheren Stöbern auch Markenkleider, die nur ein Mal getragen wurden und bei kidis.ch zu einem Spottpreis angeboten werden.

Unternehmensphilosophie gelesen, Shop durchstöbert, Warenkorb gefüllt und Bestellung eingereicht. Keine vier Tage später erreichte mich das Päckchen mit sieben Artikeln. Alle gewaschen, alle mit der Originaletikette dran, alle intakt. Ganz und gar nicht Second-Hand-Stil. Dazu ein Dankeskärtchen für den Einkauf von der Gründerin Adriana persönlich unterzeichnet. Eine tolle Marketingmassnahme, so nebenbei. Wenn ihr euch jetzt fragt, was denn mit den Kleidern im Shop passiert, die nicht verkauft werden, hier ein weiteres tolles Engagement von kidis.ch: Sämtliche nicht verkaufte Ware wird gespendet und der Erlös an schweizerische Hilfsorganisationen übergeben. Na wenn das mal kein Grund ist, diesen Online-Shop etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und dem alt-verstaubten Image von Second-Hand-Ware ein zweites Leben zu geben.

Bild @ roots4wings